Der fortwährende Druck auf den Rubel und die damit verbundene Abwertung der russischen Währung bedrängt immer stärker den Tourismus. In den vergangen Wochen sank der Wert um bis zu fünfzig Prozent. Das schlägt sich auch auf das Reiseverhalten der russischen Bevölkerung nieder. Wenn man sich die Zahlen des Jahres 2013 einmal genauer ansieht, erkennt man im Vergleich zu 2014 einen Rückgang von rund der Hälfte der russischen Touristen, die ins Ausland gereist sind.

Durch den enormen Wertverlust der russischen Währung, haben viele Russen ihren Urlaub lieber daheim verbracht.

Sollte sich die Lage aufgrund der russischen Währungskrise noch weiter verschärfen, könnte sich das noch zu einem ernsten Problem für die Thailändische Tourismusbranche entwickeln

Eine kürzlich veröffentliche Umfrage der Dpa hat bezüglich der bevorzugten Reiseziele der Russen folgendes ergeben

Ägypten:

Nur rund fünfzig Prozent der russisch sprechenden Touristen besuchten am Ende des letzten Monats das Rote Meer. Das wird jedenfalls von der Zeitung “Al-Masry al-Youm“ berichtet. Dabei beruft sie sich auf die Tourismuskammer. Die ägyptische Staatszeitung “Al-Ahram“ berichtet hingegen einen Einbruch des Tourismus von 40 Prozent. Wenn diese Zahlen stimmen, ist das ein sehr schmerzhafter Einschnitt für das Land, da die meisten Touristen in Ägypten russischer Herkunft sind.

Thailand:

Etwa 80 Kilometer von Bangkok entfernt liegt der Badeort Pattaya. Der Ort Pattaya ist eine bekannte Partymeile und häufiges Ziel für eine Vielzahl von sogenannten Sextouristen. Pattaya ist besonders bei vielen Touristen aus Russland beliebt. Inzwischen kommen so viele russisch sprechende Touristen nach Pattaya, dass manche Schilder auf russisch verfasst sind. Aber auch hier in diesem thailändischen Badeort macht sich die Krise der russischen Währung zunehmend bemerkbar. Der Tourismus ist laut einer Meldung der thailändischen Tourismusbehörde um rund einundzwanzig Prozent zurückgegangen.

Türkei:

Noch vor kurzem hätten die russischen Touristen beinahe die deutschen Urlauber eingeholt. Die Russen waren mit rund 4,26 Millionen Besuchern im Jahr 2013 im türkischen Tourismus vertreten. Es hätte nicht viel gefehlt und die Russen hätten die deutsche Marke von etwa 5,04 Millionen Besuchern geknackt. Aber als die Währungskrise begann, sind auch die Besucherzahlen in der Türkei förmlich zusammengebrochen. Im November 2014 waren nur noch circa 63.000 russische Touristen in der Türkei. Das ist ein Einbruch von 18,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Der Tourismus in Zypern kann offensichtlich ungeachtet der aktuellen Währungskrise positive Besucherzahlen aus Russland verzeichnen. Mehr als 630.000 Russen haben ihren Urlaub im letzten Jahr auf der Mittelmeerinsel verbracht. Das kann man schon als rekordverdächtig bezeichnen.

Im Vergleich: 2013 verzeichnete der Tourismus in Zypern nur 608.000 Russen, die die Mittelmeerinsel besuchten.

Etwa 25 Prozent der Touristen in Zypern sind russischer Abstammung

 

Österreich:

Bei den Russen beliebte Orte wie Söldn, Ischgl, Mayrhofen schwanken zwischen Hoffen und Bangen. Hier kann man allerdings schon ganz deutlich sehen, dass die meisten Russen eher aus der Oberschicht stammen. Wegen der Währungskrise ist die Mittelschicht mittlerweile ganz weggebrochen. Das wird jedenfalls aus Kreisen des österreichischen Tourismus berichtet.

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